Der Brühlbach ist ein Zufluss der mittleren Erms bei Bad Urach. Er ist auch für die Speisung des Uracher Wasserfalls verantwortlich und damit für eines der schönsten Ausflugsziele auf der Schwäbischen Alb.

Die Quelle des Brühlbachs und damit des Uracher Wasserfalls (mehr über den Uracher Wasserfall) ist eine Karstquelle, die auf der Hochwiese entspringt. Täglich fließen zwischen 70 und 420 Liter Wasser aus dieser Quelle. Das Wasser enthält eine hohe Konzentration an Kalkstein, der sich dann unterhalb des Wasserfalls ablagert. Dadurch werden Äste, Blätter und Pflanzen allmählich mit einer Calzitschicht überzogen.

Die Quellen des Brühlbachs sind ungefähr 150 Meter südwestlich des Uracher Wasserfalls zu finden. Es gibt hier mehrere Karstquellen, die in einem zerklüfteten Kalksteintuffplateau entspringen. Das Wasser aus diesen Quellen fließt in den Brühlbach, der dann den Uracher Wasserfall speist.
Das Wasser, das den Brühlbach und damit den Uracher Wasserfall speist, kommt von der Hochebene um Würtingen. Dort sickert das kohlensäurehaltige Regenwasser durch die Kalksteinschichten und löst dabei Kalkstein auf. An der darunter liegenden wasserundurchlässigen Mergelschicht sammelt sich das Wasser an und fließt unterirdisch bis zu den Brühlbachquellen, um dort wieder das Licht der Sonne zu erblicken.
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Das Wasser, das den Brühlbach und den Uracher Wasserfall speist, braucht etwa 28 Stunden lang, bevor es in den Quellen wieder auftaucht. In dieser Zeit löst das Wasser nach und nach Kalkstein und andere Mineralien, die sich dann unterhalb des Wasserfalls ablagern.
Das macht den Uracher Wasserfall zu einem der schönsten Ausflugsziele auf der Schwäbischen Alb. Das aus der Quelle austretende Wasser variiert abhängig von Wetter und Jahreszeit von rund 70 l/s bis zu 420 l/s. Deshalb ist die Wassermenge des Brühlbachs und des Uracher Wasserfalls je nach Wetter und Jahreszeit unterschiedlich.

Der Brühlbach ist zwar nur 3,4 km lang, aber er schafft es trotzdem, den Uracher Wasserfall mit Wasser zu versorgen und die Besucher immer wieder zu begeistern. Denn auf seinem Weg durch das Maisental sind schon viele Besucher an dem wunderschönen Bach entlang gelaufen, bis sie dann den Uracher Wasserfall erreicht haben.
Inhaltsverzeichnis
Der Uracher Wasserfall -beeindruckende Naturschönheit in Bad Urach

Der Uracher Wasserfall ist eines der bekanntesten Wahrzeichen von Bad Urach und auf jeden Fall einen Besuch wert. Die beste Zeit, ihn zu sehen, ist im an sonnigen Tagen, wenn es an den Vortagen heftig geregnet hat. Denn dann ist der Brühlbach, die Quelle des Wasserfalls, bis zum Bersten gefüllt und sorgt so für eine beeindruckend-schöne Szene am 37 m hohen Uracher Wasserfall.

Die Geschichte des Wasserfalls

Die erste Erwähnung des Wasserfalls geht Gerüchten zufolge auf das Jahr 1341 zurück, was ihn zu einem der ältesten bekannten Wasserfälle in Deutschland macht.
Ein unbekannter Dichter beschrieb einst den Wasserfall wie folgt: „… und wenn du deine Augen mit etwas Neuem erfrischen willst, mache einen Spaziergang, um zu sehen, wie das Wasser aus großer Höhe über kahle Felsen in ein dunkles Becken hinabstürzt …“.
Auch der Dichter Matthias Claudius machte 1782 mit seinem („Wasserfälle sind des Himmels Lust und Freude“) auf diese Naturdenkmäler aufmerksam, auch wenn er zugegebenermaßen nicht direkt über den Uracher Wasserfall sprach.
Und auch Goethe zeigte sich 1795 von Wasserfällen begeistert: „Beim Abmarsch sahen wir einen hohen Wasserfall, der sich geräuschvoll über mächtige Felsen in eine schwarze Tiefe stürzt.“ Ob er damit wohl den Uracher Wasserfall gemeint hat? Wer weiß?
Was den Uracher Wasserfall so besonders macht

Mit 37 Metern ist der Uracher Wasserfall im Vergleich zu anderen Wasserfällen nicht besonders hoch. Trotzdem, oder gerade deshalb, hat er einen außergewöhnlichen Charme, der keinen Besucher unberührt lässt.
Er beeindruckt durch seine Schlichtheit und Wildromantik. Das kraftvolle Rauschen des sprudelnden Wassers schafft eine unbeschreibliche Atmosphäre, die Bewunderung und Respekt für die Kräfte der Natur weckt.
Aus der Nähe kannst du die kühle Gischt des Wassers auf deiner Haut spüren und deinen Blick über jedes Detail dieses Naturschauspiels schweifen lassen.

Die Felswand darüber zeigt Spuren früherer Ablagerungen von Gletschern und vermittelt einen Eindruck von der unberechenbaren Kraft der Natur – aber auch von ihrem kreativen Potenzial.
An heißen Sommertagen ist ein Besuch an diesem erfrischenden Ort besonders empfehlenswert
Nach Regenfällen, wenn mehr Wasser als sonst über die Tuffsteinkante strömt, wird das Beobachten zu einem noch beeindruckenderen Erlebnis.

Im Winter, wenn alles rundherum mit Schnee und Eis bedeckt ist und der Nebel alles in einen mystischen Schleier hüllt, nimmt ein Besuch fast magische Dimensionen an! Und wenn du viel Glück hast, dann kannst du im Winter den Wasserfall gefroren bestaunen. Ein seltener, unglaublicher Anblick.
Wie kommst du hin?
Am nördlichen Stadtrand von Bad Urach, direkt an der B28, befindet sich ein großer Parkplatz (Wanderparkplatz P23) für Wanderer sowie die Haltestelle „Wasserfall“ der Erms-Talbahn. Um zum Wasserfall zu gelangen, folgst du immer dem Weg entlang des Brühlbachs durch das Maisental. Bald siehst du auf der rechten Seite die Rutschenfelsen oberhalb des Tals und dann, den Wasserfall. Und natürlich ist alles gut ausgeschildert.